Das Beste von Daham & Selfmade Sampler (witzig, frech, lustig, skurril und teilweise rar) aber immer gut! Sampler & Solo Interpreten bis 2000 Selfmade-Sampler bis 2024 (PERMANENT IN ARBEIT)
Mit Anbindung bei DISCOGS siehe Trackliste „Der Wiener Dialekt ist die reichste und wichtigste Fremdsprache, die es im Deutschen gibt.“
(André Heller)
"More
Acid wurde vom 22.-26. September 1975 im Sound-Mill Studio Vienna
aufgenommen und am 01. und 10. Oktober 1975 ebendort abgemischt" (More
Acid was recorded 22.-26. September 1975 at the Sound-Mill Studio Vienna
and was mixed there 01. & 10. October 1975).
Erstbesetzung: Herbert Novacek (Bass) Rudi Staeger (Schlagzeug) Robert Ponger (Keyboard)
Durch Robert Ponger lernte Herbert Novacek den Schlagzeuger Rudi Staeger kennen und zu Dritt starteten sie 1971 mit der Gruppe ACID.
Die
Entstehungsgeschichte der ersten Single „Hipguard“ ist wohl auch nicht
alltäglich. Die drei Musiker spielten in einem Videoclip namens
„Hausmeisters Alptraum“ in verschiedenen Kostümierungen die
Schreckgespenster eines persiflierten Hausmeisters mit Zipfmütze. Das
Ganze wurde in der TV-Serie „Lodynskis Flohmarkt Company“ gesendet und
aus diesem Clip entstand die Nummer „Hipguard“ und damit die erste
Single von Acid auf Atom.
1972
feierte das Trio mit seiner zwar kommerziell verwertbaren, aber sehr
anspruchsvollen Rockmusik (als Vorbilder dienten Herbert Novacek, je
nach eigener musikalischer Entwicklungsphase, die Rolling Stones, Jimi
Hendrix, The Cream, John Mayall, Van Morrisson bis hin zu B.B.King) mit
dem Titel „Movie Star“ und dem Sieg bei der Showchance einen ganz großen
Erfolg.
Hier kommt auch der erste Manager der Gruppe ins Spiel.
Ein Journalist der Zeitschrift „Hör Zu“, Günther Karger, vermittelte
einen Plattenvertrag bei CBS. Leider fehlten ihm aber entsprechende
weitere Kontakte, um regelmäßige Auftritte zu gewährleisten. So begann
sich also Herbert zunehmend Gedanken zu machen und wurde zum besten
Manager der Gruppen, in die er involviert war und ist. Klarerweise
werden die Bands sehr häufig engagiert, aber dessen ungeachtet gibt es
immer wieder Veranstaltungen, bei denen Herbert Novacek die
Letztverantwortung trägt. Diese Managementqualitäten beweist Herbert
aber auch immer wieder innerhalb der Gruppe. Als Katalysator bleiben
zwar die meisten Aufgaben an ihm hängen, aber für den Zusammenhalt und
die Freude aller Mitglieder an der musikalischen Arbeit erfüllt er hier
eine wichtige Funktion.
Es dauerte aber dann noch eine weitere
Single (Midnight Queen / Six To Seven) bis 1974 ihre erste LP „Acid“ mit
daraus resultierenden, sehr erfolgreichen, Single-Auskoppelungen
entstand.
Das
Coverfoto dieser bereits als Sammlerobjekt gewerteten, sehr aufwendig
gestalteten, LP schoss niemand geringerer als Michael Horowitz, ein
bekannter Fotograf, Biograph vieler Künstler und zeitweiliger
Kurier-Redakteur. Von dieser LP gibt es eine limitierte und
durchnummerierte (500 Stück) Neuauflage aus dem Jahre 2014.
Dazu
schaffte die Gruppe Erfolgsnummern, die in die Hitparaden einzogen, wie
z.B. „Midnight Queen“ oder „Hey Freddy“ (Einstieg in die Ö3-Hitparade am
29.12.1974 auf Platz 9).
1975 schied Robert Ponger auf Grund
unterschiedlicher musikalischer Auffassungen aus der Gruppe. Die
Plattenfirma CBS wollte aber eine zweite Acid-LP herausbringen und so
gab es gleichsam ein Wettrennen zwischen Herbert Novacek und
Peter Ponger, wer schneller die Gruppe Acid neu aufstellen kann.
Gerüchteweise versuchte Peter Ponger mit Karl Ratzer und Kurt Hauenstein
anzutreten. Aber egal, Herbert Novacek war schneller und holte Peter Koller, später langjähriger Gitarrist bei Wolfgang Ambros, und Robert Zidek (Keyboard) zur Gruppe. Mit dabei verblieb auch Rudi Staeger.
In dieser Besetzung Herbert Novacek (Bass) Rudi Staeger (Schlagzeug) Peter Koller (Gitarre) Robert Zidek (Piano) wurde
dann auch die zweite LP „More Acid“ eingespielt. Hierzu entstand das
Cover-Foto nach dem sehr heimat- und bezirksbezogenen Herbert auf dem
WIG-Gelände 1974 (Wiener Internationale Gartenschau) im 10. Wiener
Gemeindebezirk. Auf dem Cover selbst einigermaßen entfremdet
dargestellt.
Bevor ca. 1980 Acid endgültig aufhörte zu existieren,
wechselten noch einige Male die Musiker. Auch Rudi Staeger wurde
zeitweise durch einen Südafrikaner, Chris van der Schiv, oder durch
einen farbigen Schlagzeuger (Alan Tham) oder Fritz Matzka (später
Milestones und Tokyo) ersetzt. Auch Reinhard Kühne (git), mit dem
Herbert schon bei Yashmak Guru musikzierte, stieß kurz zur Gruppe.